Pumpen und schrubben im Stadtparkweiher

Einsatz für Sauberkeit: Vorarbeiter Dieter Offel und sein Team reinigten in der vergangenen Woche den Weiher im Rüsselsheimer Stadtpark. Kraftvolle Unterstützung gab es dabei von der Abteilung Kanalreinigung mit ihrem Spezialfahrzeug. Foto: Städteservice Raunheim Rüsselsheim / Peter Thomas

Jetzt kann der Sommer kommen: In der vergangenen Woche haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städteservice Raunheim Rüsselsheim (STS) den großen Teich im Rüsselsheimer Stadtpark gesäubert. Beim Großreinemachen wird vor allem die Biomasse entfernt, die sich über das Jahr am Boden des künstlichen Gewässers absetzt. Hilfe gab es wieder von der Abteilung Kanalreinigung mit ihrem großen Spezialfahrzeug.


Ab Montagmorgen liefen die Pumpen im Rüsselsheimer Stadtpark: Der jährliche Frühjahrsputz im Weiher stand an. Und bevor die sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städteservice Raunheim Rüsselsheim (STS) an das eigentliche Säubern des Beckens gehen konnten, musste erst einmal das Wasser abgelassen werden. „Uns hilft dabei heute die leistungsfähige Technik“, sagte Dieter Offel: Um den Wasserspiegel auf Knöchelhöhe zu senken, setzte das Team zwei eigene Tauchpumpen ein. Dazu kam ein leistungsfähiges Kanalfahrzeug des STS.

Offel, Vorarbeiter des Städteservice, kümmert sich bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten um den Frühjahrsputz des Gewässers. Wichtig ist die Reinigungsmaßnahme vor allem, damit die am Boden der beiden Becken abgelagerte Biomasse entfernt werden kann. Sie besteht insbesondere aus Blüten und Laub. Bei dieser Gelegenheit entfernen die Gärtnerinnen und Gärtner aber auch all die Dinge, die von Menschen sinnlos ins Wasser geworfen werden.

Bei aller Unterstützung durch Pumpen und Saugwagen ist die Reinigung des Weihers aber in erster Linie aufwendige Handarbeit mit Schrubber, Rechen und Wasserschlauch. Und vor diesem Schritt ist sowieso erst einmal Umzugshilfe angesagt: Wenn das Wasser bereits sehr niedrig steht, fangen die Stadtpark-Gärtner mit Keschern die im Teich wohnenden Fische und Schildkröten ein. Diese werden dann in die andere Hälfte des Gewässers gesetzt.

Denn unterhalb der üblichen Wasseroberfläche trennen zwei kleine Dämme das betonierte Gewässer. So kann die eine Hälfte gereinigt oder repariert werden, während der andere Teil weiter mit Wasser gefüllt bleibt. Anschließend kann der zähe Biofilm des vergangenen Herbstes vom Teichboden gekratzt werden. Den dabei entstehenden Schlamm nimmt das Kanalfahrzeug auf und bringt ihn zur Entsorgung in die Kläranlage. Am Ende der Woche war der Teich wieder mit frischem Wasser gefüllt, das die Gärtner aus einem eigenen Brunnen im Stadtpark beziehen.

Die Parkbesucher und die Tiere im Wasser dürfte der Frühjahrsputz gleichermaßen freuen. Denn die Entfernung der Biomasse am Teichboden ist nicht nur für die Anmutung des Gewässers wichtig, sondern auch für seine Gesundheit erklärt Stefan Schäfer, Leiter Grünpflege des STS: Bei zu großen Ablagerungen von Biomasse am Teichboden besteht die Gefahr, dass das Wasser im Sommer zu wenig Sauerstoff enthält – vor allem für die Fische eine lebensbedrohliche Situation. Die Fachleute sprechen in diesem Fall davon, dass ein Gewässer „umkippt“. Gegen dieses Risiko hilft auch die kleine Fontäne im Stadtparkweiher, die das Wasser das ganze Jahr über mit Sauerstoff versorgt. 

Gegen den Schlamm: Patric Babilon und sechs weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grünpflege waren in der vergangenen Woche im Stadtpark im Einsatz, um den großen Teich zu reinigen. Foto: Städteservice Raunheim Rüsselsheim / Peter Thomas