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15.03.2016


Grünes Licht für gemeinsamen Fachbereich Grün



Nein, jeden einzelnen Baum in den öffentlichen Grünanlagen von Raunheim und Rüsselsheim kennt Michael Eggerding dann doch nicht. Aber egal ob Platane oder alte Obstbaumsorte, die genauen Informationen zur jeweiligen Pflanze sind für den 34 Jahre alten Meister im Garten- und Landschaftsbau sowie staatlich geprüften Wirtschafter im Gartenbau nur einen Mausklick weit entfernt. Denn bei der Städteservice Raunheim Rüsselsheim (STS) hält ein digitales Geoinformationssystem ganz exakte Daten zu einzelnen Bäume, Sträuchern, Beeten und Rasenflächen bereit. Das ist die Grundlage für eine effiziente und nachhaltige Arbeitsplanung und ein professionelles Grünflächenmanagement.

Das GIS, wie die Fachleute den digitalen Helfer nennen, ist deshalb auch eine wichtige Grundlage für das „Projekt Grün“. So heißt die Zusammenführung der Grünpflege-Aufgaben aus den bisherigen Betriebshöfen der beiden Nachbarstädte. „Der Aufbau der beiden Datenbanken muss zwar noch etwas harmonisiert werden“, erläutert Eggerding. „Aber die Software-Basis beider Betriebe ist die gleiche – und das ist eine ganz starke Grundlage für die gemeinsame Arbeit“. Angepasst werden müssen beide Datenbanken beispielsweise, weil es bisher in beiden Kommunen unterschiedliche Kategorisierungen gibt. So wachsen Rüsselsheim und Raunheim Stück für Stück als digitale Karten zusammen.

Die Zeichen stehen auf grün: Kalendarischer Frühlingsanfang ist zwar erst am 20. März. Aber die Natur richtet sich nicht nach dem Kalender, stattdessen grünt es nach dem vergleichsweise milden Winter bereits wieder. Und so bereitet sich der Städteservice auf Arbeiten wie die Unkrautbekämpfung und vieles mehr vor, sagt Eggerding. Genug zu tun haben die rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städteservice (gut ein Sechstel davon kommt aus Raunheim) über das Jahr hinweg allemal: Sie kümmern sich um zusammen fast 440 Hektar Grünflächen (364,3 Hektar in Rüsselsheim und 74,5 Hektar in Raunheim) mit rund 20.000 Bäumen. Und auch auf den Friedhöfen der beiden Städte mit zusammen mehr als 21 Hektar Fläche sorgen die Teams für gepflegtes und gesundes Grün. Hier ist der Städteservice zudem für die Bestattungsarbeiten zuständig. Diese reichen vom Grabaushub bis zur Organisation der Trauerfeiern und der Bestattungen.

„Wo sie angewandt wird, muss nun auch die Wechselflorbepflanzung ausgetauscht werden, und in Raunheim werden wir noch neue Bäume pflanzen“, zählt der Fachmann weitere Arbeiten auf. Unter anderem werden Wildkirschen, Linden und Platanen gesetzt. Wenn es um Baupflanzungen geht, setzt der Städteservice auch auf gute Partnerschaft: So arbeitet die Grünpflege bei der Erweiterung der Streuobstwiesen zwischen Raunheim und Rüsselsheim mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zusammen. Diese Maßnahme steigert die Biodiversität, also die Vielfalt im Naturraum.

Bei ihrem Einsatz am Ort haben die Teams der Grünpflege meist einen Ausdruck des GIS mit dabei. In satten, bunten Farben sind hier Gehölze, Wiesen und anderes dargestellt. Bebaute Flächen und private Grundstücke dagegen zeigt das System als weiße Areale. An den farbigen Punkten, die für einzelne Bäume stehen, lässt sich der Pflegezustand der jeweiligen Pflanze ablesen. „Das System funktioniert natürlich nur, wenn die Daten immer aktuell gehalten werden“, sagt Eggerding. Dann ist das digitale Werkzeug aber eine starke Grundlage für Arbeitsplanung und –organisation, bis hin zur Verbesserung von Arbeitsabläufen durch Modellrechnungen.

Im täglichen Ablauf zahlt sich für die bisher eigenständigen Grünpflegeabteilungen schon jetzt aus, dass sie nun auf einen gemeinsamen Bestand an Fahrzeugen und Technik zurückgreifen und bei Bedarf Personal austauschen können: „Großmaschinen wie Traktoren können wir jetzt noch effizienter über das ganze Jahr hinweg einsetzen“, sagt Eggerding, „denn die gute Auslastung solcher Geräte spart dem Städteservice deutlich Kosten“. Insgesamt reicht die Ausstattung von der kleinen Gartenschere bis zum schweren Schlepper, Spezialgerät wird bei Bedarf dazu gemietet. Und Synergien nutzt die Grünpflege auch über die eigene Abteilung hinaus. So können durch Kooperationen im gesamten Betrieb jahreszeitlich bedingte Lastspitzen ausgeglichen werden. Das beste Beispiel dafür ist der Winter, wenn die Teams der Grünpflege bei Bedarf im Winterdienst mit anpacken.


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